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EIN NAME SAGT MEHR ALS TAUSEND WORTE – Einfach machen!

Hier kommt mein zweiter Beitrag aus dem wunderbaren Buch „Einfach machen!“, gespickt mit Ideen aus eigener Erfahrung als Unternehmerin. Wenn es diese gesammelten Werke von Gründerinnen und ihren Erfahrungen mit der Selbstständigkeit schon 2005 gegeben hätte, als ich amw management gründete, hätte mir das sicher einiges an Recherchezeit und Unsicherheiten gespart. Vielleicht hätte es mich sogar in meinem Vorhaben noch mehr bestärken können.

Heute geht es um „NAMING“. Wie soll dein Unternehmen heißen? Die ersten Schritte von der Idee zum Konzept bis zum Businessplan sind getan. Nun muss das „Baby“ einen Namen bekommen.

„Es hat bestimmt zwei Monate gedauert, bis wir den passenden Markennamen gefunden hatten. Der Name sollte gut klingen, als Logo umsetzbar sein, er musste markenrechtlich noch verfügbar und bei Google noch nicht besetzt sein…“

Zitat: Lisavan Houtem, Anna Weilberg, Katharina Charpian – femtastics

EIN NAME SAGT MEHR ALS TAUSEND WORTE

Niemand hat gesagt, dass es einfach ist, den passenden Namen zu finden. Er sollte gut überlegt sein und auf verschiedene Parameter hin abgeklopft werden, bevor du dich für ihn entscheidest. Eine spätere Umbenennung ist zwar möglich, aber recht kompliziert.

Ganz häufig steht für ein Start-up am Anfang die Frage: Was für eine Gesellschaft bin ich (z.B. GbR oder GmbH)? Brauche ich einen Vertrag? Wie kann ich meine Marke anmelden und schützen? Steuerberater und eine Agentur mit Know-how im Bereich Marke können dir helfen. Lasse dich im Vorfeld am besten von einem Profi beraten, welche Variante der Namenswahl die richtige für dich ist. Es gibt die Möglichkeit, eine Firma ohne oder mit Eintragung ins Handelsregister zu gründen. Je nachdem, wofür du dich entscheidest, sind Parameter bei der Namenswahl zu berücksichtigen.

Der richtige Name sollte…

  • sich gut anfühlen und zum Unternehmen passen.
  • eine freie Domain haben.
  • nicht geschützt sein, beziehungsweise sollte er sich schützen lassen.
  • in ein Logo passen und geschrieben gut aussehen.
  • wenig Gefahr für Schreibfehler und Verwechslungen enthalten.
  • in anderen Sprachen gut klingen, besonders wenn man international arbeitet.

So kannst du überprüfen, ob deine Marke noch frei ist:

Eine freie Domain ist ein guter Indikator. Es gibt auch den Fall, dass eine Domain vergeben ist, aber keine Marke geschützt wird oder kein Geschäft dahintersteht. Oder ein Unternehmen verwendet zum Beispiel eine Kurzversion seines Namens als Domain.

Datenbank
Beim Deutschen Patent- und Markenamt kannst du eine Suchanfrage zu deiner Markenidee oder nach ähnlichen Namen starten.

Markenschutz:

Name und Marke
Achtet bei der Namens- und Logofindung darauf, dass beide schutzfähig sind. Eine Marke kann geschützt werden, wenn der Name über eine bloße Beschreibung hinausgeht. Als Turnschuhhersteller kann man sich nicht einfach Turnschuh oder Schuh schützen lassen, weil man sich so nennen möchte. Das gleiche gilt für Bildmarken, wenn sie im Logo nur einen Turnschuh/Schuh enthalten.

Namens- und Markenrecht sind zwei verschiedene Dinge.
Eine Marke hat immer zwei Aufgaben: einmal, das Unternehmen zu kennzeichnen und für möglichst viel Wiedererkennungswert zu sorgen. Die Marke soll jedoch auch Wettbewerber davon abhalten, unter derselben oder einer ähnlichen Firmierung vergleichbare oder identische Produkte herzustellen/anzubieten. Ist eine Marke geschützt, darf sie nicht von jemand anderem verwendet werden.

Unternehmensnamen schützt man durch Eintragung als Wortmarke und/oder Bildmarke im Markenregister.
Ein natürlicher Name (z.B. Lieschen Müller) ist schützbar, aber eine geborene Lieschen Müller darf trotzdem eine Marke anmelden, da es ihr Name ist. Keinem kann dies verboten werden.

Das brauchst du jetzt:

Inspiration für die Namensfindung
Alle Ideen und Assoziationen erst einmal in einem bunten Brainstorming aufschreiben, ohne Wertung. Das hilft dir dabei:

  • Denk doch mal in Bandnamen:
    Wie würde deine Marke, deine Idee als Band funktionieren?
  • Wenn dein Unternehmen ein Raum wäre, wie würde er aussehen, wie riechen? Wäre er hell oder dunkel?
  • Verbindest du deine Idee mit einer bestimmten Jahreszeit…
    … oder einem Gefühl? Was möchtest du damit bei den Menschen auslösen?
  • Brauchst du eine bestimmte Länge für dein Logo?
    Wenn der Name zum Beispiel nicht länger als fünf Buchstaben sein darf, solltest du das bei der Namensfindung direkt mit einbeziehen.

Beispiel Namensentwicklung „Feinrot Kreativgesellschaft“

Dies ist (nur) ein kleiner Einblick in die Namensentwicklungs-Küche der „Feinrot Kreativgesellschaft“, in der ich als Geschäftsführerin tätig bin.

Wenn dein Unternehmen ein Raum wäre…
Er hätte ein klares Rot, aber nur eine feine, jedoch sehr deutliche Nuance an Rot. Das Rot drückt besondere, individuelle Kreationen, die passgenau für Kunden entwickelt werden, aus. Das Rot ist eingebettet in neutrale, schlichte Farben wie grau und schwarz. Sie drücken die Ganzheitlichkeit der Herangehensweise der Agentur aus, die mit der Entwicklung der Kreationen einhergeht. Berücksichtigt werden sollten zudem auch die Wurzeln der Agenturgruppe. Der Inhaber hat einen roten Bart und trug in alten Zeiten auch mal eine rote, lockige Haarpracht ;-).

Jahreszeit…
Im Frühling, Sommer, Herbst und Winter soll Feinrot gleichbleibend Vertrauen auslösen und das Gefühl vermitteln, bei der richtigen Agentur zu sein für alle Themen rund um Markenkommunikation. Zu allen Jahreszeiten kommen einzigartige, unkonventionelle, besondere Ideen für die Themen und Herausforderungen unserer Kunden – eben effektiv kreativ.

Bestimmte Länge:
Der Name sollte kurz, knackig und einprägsam sein und nicht sofort auf die Tätigkeit einer Markenagentur schließen müssen. Zugleich sollte er nicht den Zusatz „Werbeagentur“ führen, da das Spektrum des Know-hows sehr breit von Strategie und Positionierung, Markenschutz, über Corporate und Employer Branding, Text und PR-Beratung, Digital-Strategie, Webdesign und Programmierung, Webmarketing, Social Media Beratung und Umsetzung bis zu Foto- und Filmproduktionen reicht.

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Websites:
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